Chronik

 

Chronik des T S V Dreisel

Nach dem 1. Weltkrieg begann allenthalben ein wirtschaftlicher Aufschwung. Er war begleitet von einer Vielzahl von Firmen- und Geschäftsgründungen, und selbst das Vereinsleben bekam neue Impulse. In dieser Zeit wurde auch der Grundstein für den T.u.S. Dreisel  gelegt. In Dreisel  fanden sich schnell begeisterte Anhänger des Fußballspiels und sie gründeten im Frühjahr 1919 unter dem Namen ,, Schwalbe ” einen Fußballverein. Zum 1. Vorsitzenden wurde Herr Fritz Kolb gewählt, der den Verein einige Jahre mit viel Geschick und Erfolg führte. Da in den ersten Jahren ein großer ebener Platz fehlte, wurden die Tore erstmals auf der Wiese ,, Auf dem Bolzen“ aufgestellt. Hier fand das erste Wettspiel gegen den Nachbarn Dattenfeld statt. Dieses Spiel verlor man hoch, was alle zu größerem Eifer anspornte. Zum Spielerstamm der Mannschaft zählten damals die Spieler Franz Kolb, Josef and Heinrich Joest, Franz and Peter Simon, Robert Lenz, Anton Gauchel, Heinrich Röhrig, Franz Becker, Peter Demmer, Lorenz Heiden, August Pohl, und Johann Welteroth. Zum Training zogen die Spieler oft zum ,,Kreutzweg“, wovon sie oft erst am späten Abend wieder zurückkehrten. Nicht selten ergab es sich, daß Mittagessen und Kaffee zum Trainingsplatz gebracht wurden. Im Jahr 1929 trat der Verein dem Verband Betzdorf bei und nahm an der Meisterschaftsrunde der C-Klasse mit den Vereinen Schönenbach, Rosbach, Öttershagen, Opsen, Schönstein, Pracht und anderen teil. Schon im Jahr 1921 konnte die Mannschaft den ersten Meistertitel für den Verein erringen und stieg in die B-Klasse auf. Inzwischen legten die Mitglieder einen neuen Sportplatz ,, Auf dem Beuel “ an. In der B-Klasse mußte die Mannschaft im Jahre 1922 gleich mehrere Niederlagen einstecken. Es traten Missstimmungen auf die eine kurze Unterbrechung des Spielbetriebes zur Folge hatten. Wegen dieser Unterbrechung wanderten einige Spieler zu den Nachbarvereinen Dattenfeld und Leuscheid ab. Doch bald regte sich im Verein neues Leben. Unter dem Vorsitz von Herrn Lehrer Klinkhammer lebte 1923 / 24 der Spielbetrieb wieder auf. Der Verein erhielt nunmehr den heutigen Namen „ Turn- und Spielverein Dreisel ” . Unter großer Beteiligung aller Mitglieder wurde im ,, Lommerbruch “ ein neuer Sportplatz geschaffen, auf dem der T.u.S. Dreisel bis zum Jahre 1955 seine Spiele austrug. Neben der Fußballabteilung entstand eine Turnabteilung mit zwei Riegen. Außer dem Fußballspiel betrieben die Sportler nun im Sommer Leichtathletik und im Winter Geräteturnen. Im Jahre 1925 fand im Saale Rossenbach ein Schauturnen für die Mitbürger statt. Der Verein zählte damals ca. 35 Mitglieder. In den folgenden Jahren wurden viele Freundschaften zu anderen Vereinen geschlossen. So reiste die damalige Mannschaft im Jahre 1929 zu einem Freundschaftsspiel nach Duisburg-Düssern. Dieses Spiel fand -für die Verhältnisse schon modern- auf einem Aschenplatz statt und endete mit einem 3 : 3 Unentschieden. Diese Freundschaft währte noch bis zum Ende der Fünfziger Jahre. Die Herren Lipp, Zaremba, Wilhelm Christgen, Hubert Höffer, Paul Stangier und August Pohl führten in den folgenden Jahren den Verein mit großem Interesse. In diesen Dreißiger Jahren veranstalteten die Mitglieder häufig Theater- und Tanzveranstaltungen, um den übrigen Mitbürgern zu zeigen, daß ihnen der Kopf nicht nur nach Fußball stand. Als in den Vorkriegsjahren nach und nach alle jüngeren Spieler zum Wehrdienst einberufen wurden, kam der Spielbetrieb Ende des Jahres 1938 für kurze Zeit zum Erliegen. Der Kassenbestand wies damals den Betrag von RM 69,27 als Guthaben aus. Die Spielpause währte jedoch nicht lange. Viele Jugendliche scharten sich um ihren neuen Vereinsführer, Herrn Franz Gerhards, und nahmen den Spielbetrieb am 01. Mai 1941 mit einer Jugendmannschaft wieder auf. Die Begeisterung und Freude am Spiel war selten so groß wie in jener denkbar schlechten Zeit. Die Mannschaft errang viele schöne Erfolge. Nach Einberufung fast alle Jugendlichen zur Wehrmacht mußte leider auch diese Mannschaft am 18. März 1943 wieder abgemeldet werden. Gleich nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges lebte die Spielfreude, wenn auch mit viel Trauer im Herzen, über die vielen nicht in lhre Heimat zurückgekehrten Fußballfreunde, wieder auf. Herr Franz Gerhards übernahm die Führung des Vereines von neuem. Am 28. Oktober 1945 wurde das erste Spiel gegen den damaligen Gegner Öttershagen hoch mit 7 : 0 Toren gewonnen.  Dieser Sieg spornte die Jugendlichen enorm an und so stieg die Mitgliederzahl langsam in die Höhe. In den ersten Jahren tauchten aber noch große Schwierigkeiten auf da es an Fußbällen, Schuhen und Trikots mangelte. Aber die Kameradschaft und die Unterstützungsfreudigkeit aller half auch diese Not zu bewältigen. Nach nur 27 Jahren seit Bestehen des Vereines wurde am 21. Juli 1946 erstmalig in der Vereinsgeschichte ein Sportfest veranstaltet. An diesem Sportfest nahmen alle Nachbarvereine teil und so wurde das Fest ein großer Erfolg. Die Abrechnung des Festes ergab einen Reingewinn von DM 1.044, 45 für den Verein. Dem Verein schlossen sich in dieser Zeit immer mehr Freunde an. Auch die Damen wollten da nicht zurückstehen und so gründeten sie am 26. Oktober 1946 eine Damenhandballmannschaft. Zu dieser Mannschaft zählten die Spielerinnen Käthe Thiel, Helene Schiefen, Gertrud und Helene Joest, Marianne Simon, Karola Holschbach, Henny Vogel, Käthe Röhrig, Helga und Helene Kölschbach, Liesel Ückerseifer sowie Irmgard und Renate Patt. Die Trainingsleitung übernahm Herr Alois Gauchel, der nebenher auch noch aktiver Fußballer war. Die Spiele gegen die Nachbarvereine, wie Dattenfeld, Leuscheid, Herchen-Höhe, Rosbach und andere, wurden mit unterschiedlichem Erfolg bestritten. Dabei erwies sich die Mannschaft aus Herchen-Höhe als eine der härtesten, aber auch erfolgreichsten Mannschaften. lm Jahre 1947 wechselte die Vereinsleitung auf Herrn Willi Ottersbach. Das Spieljahr 1947 / 48 bescherte dem Verein einen seiner größten Erfolge. Die1. Mannschaft errang in der zweiten Kreisklasse, in der die Vereine Much, Herchen-Höhe, Seelscheid, Happerschoß, Winterscheid, Schönenberg, Neunkirchen, Marienfeld und Schönstein spielten, die Meisterschaft mit dem Endstand von 31: 5 Punkten und sage und schreibe 107:9 Toren und konnte somit bereits den zweiten Meistertitel für den Verein gewinnen. lm Spiel um die Kreismeisterschaft der 2. Kreisklasse besiegte sie in einem dramatischen Spiel am 01. Mai 1948 auf dem Platz der TURA Hennef den Gruppensieger der Unteren Sieg, Oberpleis durch einen sehenswerten Treffer in der 8. Spielminute von Willi Simon mit 1: 0, wurde damit Kreismeister und stieg in die 1.Kreisklasse auf. Der Vorsitzende, Herr Willi Ottersbach, war der erste, der bereits im Jahre 1947 den Entschluß faßte, eine neue, näher zum Ort gelegene Sportplatzanlage zu schaffen. Als hierfür geeignetes Gelände wählte er die Wiesen ,, Im Damm “ an der Straße zwischen den Orten Dreisel und Helpenstell aus. Unter der Initiative, die nie erlahmte, erwarb die damalige Gemeinde Dattenfeld auf Grund vieler Verhandlungen nach vorangegangenen Tauschverträgen das Gelände und gab es dem T.u.S. Dreisel zur Herstellung der Platzanlage frei. Die Inangriffnahme scheiterte aber an den erforderlichen ?nanziellen Mitteln.  In diesen Jahren bestimmten die Herrn Wilhelm Joest, Mathias Welteroth, Heinrich Gerhards, Heinrich Röhrig, Willi Güdelhöfer, Franz Gerhards, Josef Görgen, Gottfried Seifer, Willi Ottersbach und viele andere das Vereinsgeschehen und hatten manche Schwierigkeiten zu meistern. Im Jahr 1951 griff Herr Willi Ottersbach den früher gefassten Plan -Herstellung einer Sportplatzanlage ,,Im Damm “ - wieder auf und verwirklichte ihn unter Mitwirkung des damaligen Vorstandes sowie der tatkräftigen Unterstützung der Mitglieder. Die Gestaltung der Platzanlage lag in den Händen der Firma Gabriel aus Herchen. Die erforderlichen Mittel stellten der Herr Regierungspräsident, der Rhein-Sieg-Kreis, die Gemeinde Dattenfeld sowie der Westdeutsche Fußballverband Rheinbezirk zur Verfügung. Im Jahre 1954 errichtete der Westdeutsche Fußballverband unter Mitwirkung aller Vereinsmitglieder am Sportplatz ein Sportheim. Am 04. Juni 1955 Wurde das Sport-Jugendheim und die Platzanlage eingeweiht und an den Turn— und Spielverein Dreisel übergeben. Anfang der sechziger Jahre erwies es sich, daß als Folge der zu geringen Mittel, die aufgewendet worden waren, der Platz für den Spielbetrieb unzulänglich geworden war.

Der damalige Vorstand, 1. Vorsitzender Willi Ottersbach, 2.Vorsitzender und Spielführer der ersten Mannschaft Willi Dhum, Kassierer Rudi Kolb und Wolfgang Trompeter als Geschäftsführer versuchten in dieser Zeit, mit Arbeitseinsätzen aller Mitglieder den Platz in einem relativ vernünftigen Zustand zu halten. Im Jahre 1965 arbeitete der Vorstand darauf hin, den Platz neu auszubauen bzw. die dafür notwendigen Mittel zu beschaffen. Es stellte sich heraus, dass es sich um ein Projekt von DM 160.000,- handelte. Dank der vielen Vorarbeiten des Vorstandes unter der Leitung von Herrn Willi Ottersbach und mit selbstloser Unterstützung des Bürgermeisters Ernst Wehner gelang es, nach Überwindung zahlreicher Schwierigkeiten, die Mittel für den Neubau des Platzes zu beschaffen, wobei sich der Verein mit einer Eigenleistung von DM 16. 000, 00 beteiligen musste. Als Ende I967 das Amt des 1. Vorsitzenden auf Herrn Bruno Döhring überging, erklärte sich Herr Ottersbach bereit, sich ausschließlich aller Funktionen nur noch um die Durchführung der Platzerrichtung zu kümmern - was er auch mit Unterstützung der Herren Helmut Bitzer und Heinrich Gerhards durchstand. So gelang ein Gemeinschaftswerk , das unserer Sportjugend für viele Jahre zum Wohle dienen sollte. Für die Gestaltung und Erstellung der heutigen Sportplatzanlage zeichnet sich die Firma Friedrich Himmerödder aus Eitorf unter Leitung des Architekten Kurt Lautze, Wilberhofen, aus. Im Jubiläumsjahr 1969 wurde die neue Platzanlage nach einer Feierstunde dem Turn- und Sportverein Dreisel übergeben. Zur Einweihung der Anlage wurden viele packende Freundschaftsspiele ausgetragen, wobei sicherlich die Begegnung T.u.S. Dreisel A.H. gegen Alemania Aachen A.H. zu erwähnen ist, da Aachen mit seinen ehemaligen Nationalspielern diese Gelegenheit nutzte, die freundschaftlichen Beziehungen zu Dreisel zu festigen. Anfang 1971 übernahm Herr Heinrich Gerhards das Amt des 1.Vorsitzenden. Mit ihm wurden Wilhelm Ottersbach, Hans-Otto Ückerseifer und Karl-Heinz Klein als Stellvertreter gewählt. Der damalige Geschäftsführer, Hubert Dohle, wurde in seinem Amt bestätigt. Helmut Bitzer wurde als Kassierer gewählt und löste Rudi Kolb ab, der sich nach vielen erfolgreichen Jahren nicht mehr für die erneute Wahl zur Verfügung stellte. Im Jahre 1975 trat Herr Heinrich Gerhards nach vier erfolgreichen Jahren engagierter Arbeit vorzeitig als 1.Vorsitzender zurück. In der eigens dafür einberufenen Mitgliederversammlung wurde dann Herr Klaus Erdmann sen. zum Nachfolger gewählt. Das Jahr I978 brachte für unsere erste Mannschaft einen schweren Rückschlag. Trotz eines guten Starts der Meisterschaft in der B-Klasse mußte sie am Ende den traurigen Weg in die C-Klasse antreten und stieg ab. Aber im Jubiläumsjahr I979 schaffte sie unter Leitung des langjährigen verdienten Trainers, Herrn Hans-Gerd Senn, den sofortigen Wiederaustieg. Einmalig in der Vereinsgeschichte ist, daß die A-Jugendmannschaft ebenfalls zum 60-jährigen Jubiläum mit der Meisterschaft in ihrer Gruppe aufwarten konnte. Dieser Erfolg, sowie die A-Jugendmeisterschaft im Spieljahr 1980/81 ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, daß  in den vergangenen Jahren immer auf die Förderung des eigenen Nachwuchses besonderer Wert gelegt wurde. Im Jahr I980 wechselte der Vorsitz des Vereins dann auf Herrn Karl-Heinz Willmeroth, der den Vorsitz mit sehr viel Idealismus betrieb. Aus beru?ichen Gründen konnte er dieses Amt nur zwei Jahre führen. Mit ihm schieden der zweite Vorsitzende Günter Rossenbach und der Geschäftsführer Klaus Dohle nach langjähriger erfolgreicher Tätigkeit aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand aus. Neben dem seit vielen Jahren als Kassierer tätigen Vorstandsmitglied Helmut Bitzer wurde 1982 Klaus Erdmann als erster Vorsitzender, Hubert Schmidt als zweiter Vorsitzender und Walter Kolb als Geschäftsführer gewählt. Hans Günter Rupp wurde als Jugendleiter bestätigt. Das Jahr 1983 brachte dann einen großen Erfolg in der Vereinsgeschichte des T S V Dreisel. Die erste Mannschaft errang in der Kreisliga B den Meistertitel und stieg damit in die Kreisliga A auf. Groß war der Jubel, als auch noch am 10. Juli 1983 der Titel des Gemeindemeisters gewonnen werden konnte. Leider wurde das gesteckte Ziel, der Klassenerhalt in der Kreisliga A, Saison 1983/84, nicht erreicht. Nach dem Abstieg begann der Neuaufbau. Unser langjähriger Trainer Hans-Gerd Senn übergab im Jahr I985 sein Traineramt an Frank Lünenbach. Bereits im ersten Jahr seiner Tätigkeit als Spielertrainer, zusammen mit seinem Bruder Udo Lünenbach als Co-Trainer, konnte er mit der ersten Mannschaft die Meisterschaft, Saison 1985/86 in der Kreisliga B, und somit den Aufstieg in die Kreisliga A schaffen. 1986 wurden Gerd Hundenborn zum ersten Vorsitzenden und Heinz-Willi Wayder zum zweiten Vorsitzenden für die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Klaus Erdmann und Hubert Schmidt gewählt. Im gleichen Jahr konnte man, wie bereits 1983, den Titel des Gemeindemeisters 1986 erringen. Die zweite Mannschaft zeigte in der Saison 1985 / 86 im Sog der ersten Mannschaft gute Spiele und konnte sich einen Platz im oberen Tabellendrittel erkämpfen. Gleich im ersten Jahr des erneuten Aufstiegs belegte die erste Mannschaft einen hervorragenden dritten Tabellenplatz. Im Februar 1988 wurde mit Heinz Willi Wayder erstmals in der Vereinsgeschichte ein Fußballobmann von der Mitgliederversammlung gewählt, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden und ein Bindeglied zwischen Vorstand und aktiven Spielern zu haben. lm Jahr 1989 trat der langjährige Geschäftsführer Walter Kolb aus persönlichen Gründen zurück. Als Nachfolger wurde Berthold Rupp in den Vorstand gewählt.

Seit 1976 besteht in unserem Verein eine Damenfreizeitsportgruppe. Neben sportlichen Aktivitäten werden von dieser Gruppe Reisen und kleine Feiern für unsere älteren Mitglieder aus Dreisel und Helpenstell veranstaltet. Im Frühjahr 1979 übernahm Hans-Günter Rupp die Jugendarbeit von Horst Bitzer. Nach einer Einarbeitungszeit überzeugte er den Vorstand davon, daß die selbständige Führung der Jugend motivierend sei und viele ?nanzielle Vorteile mit sich bringen würde. So schickte der Vorstand ab 1981 eine Jugendabteilung in die Eigenverantwortung. Hieraus ergab sich, daß innerhalb kürzester Zeit vier Jugendmannschaften, darunter auch eine Mädchenmannschaft, am Spielbetrieb teilnahmen. Auch im wichtigen außersportlichen Bereich wurden enorme Aktivitäten entfaltet. So organisierte man u. a. mehrere internationale Jugendbegegnungen mit einer Jugendgruppe aus Engelberg / Schweiz, knüpfte langfristige freundschaftliche Beziehungen zu den Jugendabteilungen von S V Amisia Papenburg /Emsland und Preußen Vluyn / Niederrhein und unternahm laufend ein- und mehrtägige Aus?üge.  Als Bestätigung dieser kontinuierlich guten Jugendarbeit erhielt unsere Jugendabteilung im Dezember 1985 vom Fußballverband Mittelrhein die Auszeichnung der Sepp-Herberger-Stiftung. Dank dieser hervorragenden Arbeit unseres langjährigen, verdienten Jugendleiters Hans Günter Rupp, der in jener Zeit auch die Jugendleiter-Ehrennadel des Westdeutschen Fußballverbandes erhielt, wurden immer wieder gute Spieler für die Seniorenmannschaften gewonnen. Aufgrund nachrückender geburtenschwacher Jahrgänge bildeten wir ab der Saison 1986/87 mit dem TUS Schladern eine Spielgemeinschaft, um die Jugendlichen in Zeiten aufkommender neuer und vielfältiger Freizeitgestaltungen dem Fußballsport zu erhalten. Die Leitung der Jugendabteilung ging im Juni 1988 auf Siegfried Schmidt über, der bis dahin schon acht Jahre als Betreuer und stellvertretender Jugendleiter in der Jugendarbeit tätig war. Er löste Hans Günter Rupp ab, der bis zu diesem Zeitpunkt erfolgreich und mit viel Idealismus die Jugend des T S V führte und nunmehr seine seit 1985 bestehenden Baupläne zur Errichtung eines neuen Sportheimes in die Tat umsetzen wollte. 1990 wurde die Spielgemeinschaft mit Schladern wegen fehlender Unterstützung des Partners aufgelöst und mit dem S V Leuscheid fortgesetzt. Dies hatte zur Folge, daß  unsere Jugendlichen erstmalig in den Mannschaften durchspielen konnten, die ihren Jahrgängen entsprachen. In dieser Zeit spielte jedes Jahr mindestens eine Jugendmannschaft in der Sondergruppe. Wegen anderweitiger Verp?ichtungen übergab Siegfried Schmidt 1991 die bewährt gute Jugendarbeit an Sandra Engelberth, die sich nach einer Einarbeitungsphase mit viel Geschick in der ,, Männeretage “ behauptete. Am 10. Mai 1986 wurde der von Hans Günter Rupp und Gerd Hundenborn geplante Bau eines neuen Sportheimes von einer eigens dazu einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung befürwortet. Nach aufwendigen Vorbereitungen konnten wir am 28. September 1988 den ersten Spatenstich machen. Dank der zahlreichen verlässlichen Helfer wurde bereits nach fünfeinhalb Wochen Richtfest gefeiert. Nach nur 13 Monaten Bauzeit erfolgte am 04. November 1989 die Einweihung. Der Bauwert von DM 320. 000,-- konnte Dank enormer Eigenleistung , zahlreicher Spenden und Unterstützung von Land, Gemeinde und örtlicher Handwerksbetriebe ?nanziert  werden. Hier zeigte der TSV Dreisel wieder einmal, was ein kleiner Verein mit der entsprechenden Einstellung zu leisten vermag. Zu Recht präsentierten wir zum 70-jährigen Vereinsjubiläum ,, mit viel Stolz“ ein zudem schuldenfreies Projekt. Die geplante Terrassenüberdachung wurde 1992 aus noch übrig gebliebenen  Mitteln fertiggestellt. Nach Fertigstellung des neuen Sportheimes trat Helmut Bitzer nach vielen Jahren erfolgreicher Arbeit aus gesundheitlichen Gründen als Kassierer zurück. Als Nachfolger wurde Hans Günter Rupp gewählt. Einen weiteren ungewöhnlichen Erfolg verzeichneten wir 1993, als unsere seit einigen Jahren im Spielbetrieb be?ndlichen  Mädchenmannschaft sowohl Meister als auch Pokalsieger der Kreise Sieg, Oberberg und Rhein-Berg wurde. Im Sog dieser Erfolge bildete sich einige Monate später auch eine Damen-Fußballmannschaft. In Fortführung eines lebendigen Vereinslebens beschloß  die Jugendabteilung im Frühjahr 1993, auf dem Sportgelände einen Kinderspielplatz zu errichten. Dieser wurde dann auch zügig in ausschließlicher Eigenleistung gebaut und am 28. Mai I994 eingeweiht. Lediglich die Spielgeräte mußten gekauft werden. Pünktlich zum 75-jährigen Vereinsjubiläum meldete unsere erste Mannschaft den dritten Aufstieg seit 1983 in die Kreisliga A. Allein schon die Spielergebnisse gegen Ende der Aufstiegssaison wären für sich erwähnenswert. Unsere zweite Mannschaft belegte schon seit Jahren unter der bewährten Regie von Hubert Dohle Abschlußtabellenplätze , die in ihrer Gesamtheit längst einen Aufstieg in die Kreisliga B gerechtfertigt hätten. Der ldee und dem Tatendrang von Hans-Günter Rupp folgend wurde 1995 eine Gymnastikabteilung gegründet und im Seniorenbereich integriert. Wöchentlich betreiben inzwischen über 40 Mitglieder jung und alt beiderlei Geschlechts  in 2 Gruppen ihren Präventivsport unter der fachkundigen Leitung unserer Trainerin Bärbel Zerbin. Siegfried Schmidt übernahm 1997 wieder das Amt des Jugendleiters und kann somit persönlich inzwischen auf 14 Jahre erfolgreiche Jugendarbeit zurückblicken. Im gleichen Jahr wurde die Damenmannschaft, nachdem sie sich bereits 1994 formiert hatte, auf Initiative und unter fachkundiger Leitung von Bernd Overhaus erstmalig zum Spielbetrieb angemeldet. Zwischenzeitlich hat sich die Mannschaft im oberbergischen sowie Köln-Bonner-Raum den nötigen Respekt verschafft und zehrt von den Erfahrungen eines Übungsleiters, der schon seit 1983 von A-bis E-Junioren alles trainiert und teilweise auch zu meisterlichem Erfolg geführt hat. Parallel hierzu übernahm Berthold Rupp auch in jener Zeit die schwere Aufgabe, Kinder schon im Bambini-Alter an den Verein heranzuführen, um endlich einmal einen nachhaltigen Unterbau im Jugendbereich zu schaffen. Innerhalb kürzester Zeit formierte er eine Mannschaft, die für die Saison 1997/98 in den Spielbetrieb der Pampers-Liga gemeldet wurde. Mit nachhaltigem Druck wird hier wertvolle Basisarbeit geleistet. 1998 mussten wegen unverhältnismäßig hohen Reparaturaufwendungen unbedingt neue Flutlichtlampen installiert werden. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die gesamten Zuleitungen neu verlegt. Damit unser Etat diese enorme Investition verkraften konnte, erhielten wir freundliche Unterstützung seitens der Gemeinde Windeck und einem Sponsor. Zum 80-jährigen Jubiläum kann der T S V mit einigen Superlativen aufwarten:

Rekordmitgliederzahl >320< davon 214 männlich und 106 weiblich

80 Junioren/innen und 240Senioren/innen.

Der amtierende Vorstand bringt es derzeit auf "60" Vorstandsjahre, davon Gerd Hundenborn im Amt des 1.Vorsitzenden allein 14 Jahre, ein Zeichen großen Vertrauens. Die Seniorenabteilung meldet für die Saison 1999/2000 eine 1. und eine 2. Mannschaft in den Spielbetrieb. Die Juniorenabteilung meldet für die Saison I 999/2000 eine F-, eine E-, eine D-, eine C- sowie je eine Mädchen- und Damenmannschaft in den Spielbetrieb. Erwähnenswert ist, dass die Mädchenmannschaft in den Kreisen Sieg,  Oberberg und Rheinberg seit 16 Jahren einen  erfolgreichen Fußball spielt. Nicht zuletzt durch den enormen Einsatz von Markus Finette hat sie sich damit Respekt und Anerkennung verschafft. Des weiteren wird eine Alt-Herren-Mannschaft an Turnieren teilnehmen und Freundschaftsspiele bestreiten. Die Damen-Turnriege sowie die Gymnastikabteilung runden mit ihren Aktivitäten das T S V-Sportangebot ab. lm Jubiläumsjahr 1999 möchten wir ein langjähriges TSV-Mitglied besonders hervorheben. Klaus Erdmann s. hängt nach 27 Jahren erfolgreicher Schiedsrichtertätigkeit seine berühmte Pfeife im Alter von 70 !!! Jahren an den Nagel. Er hat bis zuletzt noch Spiele bis zur Kreisliga A hoch souverän geleitet. Sein Schwarzhemd blieb völlig frei von jeglichem Spruchkammerverfahren. Während dieser Zeit führte er außerdem noch den TSV 4 Jahre als 2. Vorsitzender und 9 Jahre als 1. Vorsitzender. Seine 1984 erworbene Organisationsleiterlizenz stellte er nicht nur mit seinem Fachwissen, sondern auch mit dem ihm jährlich zukommenden Lizenzhonorar uneigennützig dem Verein zur Verfügung. Für sein großes Engagement gebührt ihm ein besonderer Dank!

Noch ein Novum: Udo Lünenbach als Trainer beim F C Germania Dattenfeld ist so ganz ”nebenbei Organisator” >zusammen mit seinen bewährten Kräften von 1994 Hubert Dohle und Berthold Rupp< unseres 80-jahrigen Vereinsjubiläums, was ja nun wirklich keine einfache Aufgabe ist. So was nennt man praktizierten T S V-Patriotismus.

Es erfüllt uns alle mit Freude, daß der T S V Dreisel stets um die körperlich und seelische Ertüchtigung bemüht war und junge Menschen in seiner Gemeinschaft zu Kameradschaft und Freundschaft geführt hat. Voller Stolz dürfen wir heute auf unsere 80-jahrige Tradition und das Ergebnis unserer Arbeit zurückblicken. Hierbei gedenken wir mit großer Dankbarkeit all derer, die uns in unserem Wirken unterstützt haben.

Wird fortgesetzt !!!!